Spargel

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Der Spargel ist für uns eine neue Kultur. 2004 haben wir 2 ha von dem königlichen Gemüse gepflanzt. Auf unserem Boden gedeiht der Spargel sehr gut, wie wir schon im ersten Jahr feststellen konnten. Allerdings müssen wir hier mit ein paar Tricks arbeiten. Zur Bodenbearbeitung müssen wir auf jedenfall auf Fräsen zurückgreifen, um einen lockeren Boden über der Pflanze zu haben. Die Sproßen müssen die Erde leicht durchstoßen können, sodaß sie auch gerade werden.

 Damit der Boden während der Ernte auch locker bleibt, wird der Damm dann auch mit einer Schwarz/Weiß Taschenfolie abgedeckt, um eine künstliche Schattengare zu erhalten. Die Folie hat einen stolzen Preis, birgt allerdings auch Vorteile. Ein Vorteil ist daß man nur einmal am Tag zum stechen muß und die Köpfe nicht so schnell rosa werden, da die Folie lichtundurchlässig ist. Ein Nachteil hingegen ist die Tatsache, daß die Folientaschen mit Erde gefüllt werden müssen und dementsprechend schwer wird. Das erschwert dann auch die Ernte, weil die Folie täglich auf und zu gedeckt werden muß.

 

Wenn kurz nach dem  auflegen der Folie ein Wirbelwind übers Feld wandert, fragt man sich schon einmal: ”Warum hab ich das nur angefangen?” Aber, wer nicht wagt der nicht gewinnt, war schon immer mein Motto.

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Ackerbau wird in unserem Betrieb schon immer betrieben. Wir haben hier in Groß-Umstadt und speziell in der Dieburger Senke, wie die Ebene zwischen Groß-Umstadt und Dieburg bezeichnet wird eine mehrere Meter mächtige angewehte Lößschicht.
traktor

Dieser Lößboden ist ein ausgeprochen fruchtbarer Boden mit einem hohen Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe. Deshalb werden hier in Groß-Umstadt seit je her Zuckerrüben angebaut. Die Zuckerrübe ist die Königin der Feldfrüchte, was die Bodenansprüche und das Ertragsverhalten angeht. Sie verzeiht keine Fehler in der Kulturführung, ist aber bei guter Pflege eine gewinnbringende Kultur, was man von Getreide im Moment nicht gerade behaupten kann. Die Getreidepreise sind in den letzten Jahren auf Weltmarktniveau und darunter gesunken. Getreideanbauer die keine Zuckerrüben, Kartoffeln oder sonstige Einnahmequellen haben sind im Moment ziemlich schlecht dran. Ohne Subventionen müßten viele Betriebe die Hoftore für immer schließen. Das nennt man dann zu Neudeutsch Strukturwandel wenn immer mehr Flächen brach liegen und der einzelne Bauer immer mehr Fläche bewirtschaften muss um sein Einkommen (seinen Lohn für die Pflege der Landschaft) gleich hoch zu halten. Aber das ist ein anderes Thema!