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Die Erdbeere ist unsere wichtigste und liebste Kultur auf unserem Bauernhof. Zum einen, weil es einfach nichts gibt was leckerer ist als Erdbeeren und zum anderen, weil diese Kultur auf unseren Lößböden sehr gut gedeiht. Wir vermarkten unsere Erdbeeren zu 90% direkt an den Endverbraucher, entweder ab Hof gepflückt oder zum selbstpflücken, oder über einen unserer Straßenstände.
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Beim Selbstpflücken können Sie selbst entscheiden welche Erdbeersorten Sie pflücken. Wir teilen den Selbstpflückern keine Felder zu die vorher durch unsere Erntehelfer durchpflückt wurden. Deshalb haben Sie sicher schnell Ihre Gefäße gefüllt.
Ein Tip: Wenn Sie eigene Gefäße mitbringen, achten Sie bitte darauf, daß diese möglichst flach sind. Frische, reif gepflückte Erdbeeren sind sehr empfindlich und sollten nicht in Eimer gepflückt werden, denn durch ihr Eigengewicht werden Sie nur zerdrückt und sie müssen dann umgehend verarbeitet werden. Wenn sie vorsichtig und behutsam pflücken, und die Früchte flach und kühl lagern können sie sie auch über zwei bis drei Tage verbrauchen.
Am besten schmecken Sie jedoch direkt vom Feld, was unser Sohn Moritz, hier mit seinem Freund Felix schon früh erkannt hat.
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Nicht jedes Jahr bringt eine gute Ernte. Die Erträge im Erdbeeranbau können mitunter sehr stark schwanken. Dies hängt meistens mit dem Wetter zusammen. Der wichtigste Faktor ist wohl die optimale Wasserversorgung. Zum Glück haben wir einen eigenen Brunnen bohren lassen somit wir immer mit einer Beregnung nachhelfen können wenn es sehr trocken ist, zu dem haben wir einen sehr guten Boden der die natürlichen Niederschläge sehr lange speichern kann. Aber es gibt noch andere Naturgewalten die die Ernte bedrohen. Heftige Gewitter mit Hagel oder Wolkenbrüchen während der Ernte können die Arbeit eines ganzen Jahres in wenigen Minuten zunichte machen.
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Unsere Erntehelfer kommen aus Polen, Rumänien und Tschechin. Bei uns verdienen sie sich ein ganz gutes Nebeneinkommen. Ohne sie könnten wir keine gepflückten Erdbeeren anbieten, da es leider fast unmöglich ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt Leute zu finden die über 5 Wochen jeden Tag Erdbeeren pflücken wollen. Selbst Bemühungen aus Portugal Erntehelfer zu rekrutieren erzeugten bislang keinerlei Resonanz. Unser Team aus Polen, Rumänien und Tschechin ist sehr zufrieden und wird absolut fair behandelt, was leider nicht überall üblich ist. Wir arbeiten im moment mit einem sehr Fortschrittlichem System bei dem jeder Arbeiter eine eigenen Etikettencode bekommt. Dieser Code klebt der Arbeiter dann auf das Gefäß wo es dann im Hof gewogen und eingescannt wird. So bekommen die Arbeiter die mehr Arbeiten mehr Geld.
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Bild: Stroheinlegen 17.05.2000
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Ackerbau wird in unserem Betrieb schon immer betrieben. Wir haben hier in Groß-Umstadt und speziell in der Dieburger Senke, wie die Ebene zwischen Groß-Umstadt und Dieburg bezeichnet wird eine mehrere Meter mächtige angewehte Lößschicht. |
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Dieser Lößboden ist ein ausgeprochen fruchtbarer Boden mit einem hohen Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe. Deshalb werden hier in Groß-Umstadt seit je her Zuckerrüben angebaut. Die Zuckerrübe ist die Königin der Feldfrüchte, was die Bodenansprüche und das Ertragsverhalten angeht. Sie verzeiht keine Fehler in der Kulturführung, ist aber bei guter Pflege eine gewinnbringende Kultur, was man von Getreide im Moment nicht gerade behaupten kann. Die Getreidepreise sind in den letzten Jahren auf Weltmarktniveau und darunter gesunken. Getreideanbauer die keine Zuckerrüben, Kartoffeln oder sonstige Einnahmequellen haben sind im Moment ziemlich schlecht dran. Ohne Subventionen müßten viele Betriebe die Hoftore für immer schließen. Das nennt man dann zu Neudeutsch Strukturwandel wenn immer mehr Flächen brach liegen und der einzelne Bauer immer mehr Fläche bewirtschaften muss um sein Einkommen (seinen Lohn für die Pflege der Landschaft) gleich hoch zu halten. Aber das ist ein anderes Thema!
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